Bühne

Oper Köln, 2021

Pepita Lunarium | Libretto

Pepita Lunarium, Foto und Bühnenbild: Réné Kersting

Eine homogene, saubere Wohnsiedlung am Rande einer Großstadt. Sie trägt den Namen PEPITA. Die Prospekte liegen in Hochglanzpapier aus: Erleben auch Sie das Wohnen der Zukunft – ruhig, sicher und ins Private zurückgezogen. Ein cleaner Vorort aus quadratischen Vorgärten. Die weißen Kiesel erinnern an kleine Monde, tot und blass. Weiße Autos stehen am Rand oder in den Garageneinfahrten. Die Wohnkuben sind so gleichförmig, dass sich die hier lebenden Menschen Gegenstände ins Fenster stellen, um am Abend zurückzufinden. Niemand kennt niemanden. Es ist ein Spätsommerabend, bereits dunkel. Stumm gehen die Anwohner*innen nach Hause. Aber heute ist etwas anders. Hatte der Mond jemals diese Größe? Wächst er weiter? Kommt er auf uns zu? Die Köpfe liegen in den Nacken. Eine sich anbahnende Naturkatastrophe bringt die Menschen ins Gespräch. Zutage kommt die Frage: Wie wollen wir eigentlich leben? Was sehen wir eigentlich von der Welt? Wo tragen wir Verantwortungen, wo haben wir das Bewusstsein darüber betäubt? Pepita Lunarium ist eine Gegenwartsbeobachtung in drei bis fünf Akten. (Für Oper und Theater) – Uraufführung Oper Köln: 18. September 2021

Libretto – Anne-Kathrin Heier
Musik – Matej Bonin
Video – Fabian Altenried und Philipp Rühr
Regie – Oliver Klöter

GEH 8 – Dresden, 2019|2020

1989/90 Films Never Made

Foto: Marian Kaiser


Manchmal kehrt zurück, was niemals war.
 FILMS NEVER MADE sucht mit der Unterstützung der drei Schriftstellerinnen Annett Gröschner, Anne-Kathrin Heier und Peggy Mädler in den kleinen, alltäglichen Geschichten der Besucher/-innen der Installation danach, was im Jahr 1989 einfach nicht passiert ist, um eine Perspektive darauf zu bekommen, was gerade jetzt passiert – in Dresden und in Europa.

Die GEH8 wird im Herbst 2019 zum frei begehbaren Writers‘ Room: Drei Autorinnen lesen Geschichten und Erinnerungen, die direkt oder lose mit dem Jahr 1989 assoziiert sind – und helfen den Zuschauer/-innen dabei, ihre zu erzählen. Das Publikum ist eingeladen, die eigenen Erinnerungen gemeinsam mit den Autorinnen zu Geschichten werden zu lassen. Herzstück der Installation und Performance ist ein umgebautes Autowrack, in dem die Autorinnen Gäste zum Gespräch empfangen. Zwischendurch wird der Soundtrack der Serie live komponiert und gespielt (Fred Rapid, Berlin/James Hoff, New York), auf verschiedenen Screens erscheinen historische Videokunstarbeiten des Jahres 1989. Der Produktionsort der Serie ist zugleich Präsentations- und Ausstellungsraum. Jedes gesprochene Wort wird live mitgetippt, projiziert und zu möglichem Material des zukünftigen Drehbuchs. Die Installation eröffnet einen Raum kollektiven Geschichtenerzählens mit Erzählungen des Jahres 1989.

Kuratoren: Marian Kaiser und Anne-Kathrin Heier

Autorinnen: Annett Gröschner, Anne-Kathrin Heier und Peggy Mädler

Tage der deutschsprachigen Literatur, Klagenfurt

Foto: Johannes Puch | ORF
Foto: Autorinnenporträt von Annelore Reski, TDDL Klagenfurt

Nominierung von Burkhard Spinnen

Shortlist

Lektorenkonferenz Uni Hildesheim

Foto: Universität Hildesheim

RAVE, Akademie Schloss Solitude

Foto: Bernklau, Stuttgart, Wilhelmspalais

Performing Space, Akademie Schloss Solitude

Anne-K. Heier und Simone Rueß

Kabeljau und Dorsch

THE PIVOT-PROJECT

Proben für Pivot. Johannes Alisch und Anne-K. Heier. Foto: Johannes Groß

Dein Spiel ist eine das grelle Flackern reflektierende Betonmauer. Dein Spiel ist der Brand. Dein Spiel sind die Dinge, die ihm zum Opfer fielen: Winzige Details, die binnen Sekunden in den Flammen verenden. Papierfetzen, die im Laufe langer Nächte bei Bier und bei Rotwein bekritzelt wurden; Telefonnummern, die nach ausgetauschten Blicken notiert und dann vergessen worden waren. 

Pivot, A. Heier

Solitude & Schnaps, Akademie Schloss Solitude, Stuttgart